franken care GmbH
franken care GmbH

Arbeitskräfte aus dem Ausland?

Auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland sind Fachkräfte in der Pflege Mangelware. Lange schon ermuntert die Politik deshalb die Unternehmen der Pflegebranche, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Das ist eine ungewöhnliche Strategie, weil in den vergangenen Jahren ausländische Konkurrenz auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht wohlgelitten war. Und so wirkt offenbar die Zurückhaltung nach: Deutsche Pflegeunternehmen gehen nur sehr zögerlich daran, gezielt Arbeitnehmer aus dem Ausland für sich zu gewinnen.

Obwohl 61 Prozent der deutschen Pflegebetriebe laut dieser Studie Vakanzen bei der Besetzung ihrer Stellen haben - durchschnittlich sind dort 4,3 Stellen unbesetzt - hat bislang erst ein Sechstel aller Pflegebetriebe Fachkräfte im Ausland rekrutiert. Für die repräsentative Studie befragte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) knapp 600 Arbeitgeber.

Aus der Studie geht hervor, dass drei von vier Pflegebetrieben mit freien Stellen zwar die Besetzung der Stellen als schwierig bezeichnen, aber nur 16 Prozent auf Rekrutierung im Ausland setzen. Lieber werben die Pflegebetriebe Personal von Konkurrenzunternehmen ab oder versuchen, den Krankenstand zu senken.#

Die Studie zeigt auch: Je größer das Unternehmen und je professioneller seine Personalabteilung sind, desto mehr ausländische Arbeitskräfte vermag es zu gewinnen. Kleinere und mittlere Betriebe haben es schwerer. Kaum aktiv sind nach Erkenntnissen der Studie die ambulanten Pflegedienste, von denen nur jeder Zehnte in den vergangenen drei Jahren Rekrutierungsversuche im Ausland unternommen hat. Dagegen war jede fünfte stationäre Krankenpflege- und Altenpflegeeinrichtung aktiv, um international zu rekrutieren.

 

Am intensivsten wird in Spanien nach Pflegekräften gesucht

 

Am häufigsten wurden Arbeitskräfte von deutschen Pflegebetrieben in Spanien gesucht (61 Prozent). Dahinter folgen Polen und Kroatien (19 beziehungsweise 16 Prozent). Bei den wenigen Unternehmen, die auch Rekrutierungsversuche außerhalb der Europäischen Union unternahmen, verteilen sich die Aktivitäten vor allem auf osteuropäische und asiatische Länder, wie Bosnien-Herzegowina, die Ukraine, Russland, China oder die Philippinen.

60 Prozent der Pflegeeinrichtungen, die Mitarbeiter im Ausland rekrutiert haben, sind mit den neuen Kollegen zufrieden oder sehr zufrieden. Positiv bewertet wird vor allem die Einsatzbereitschaft der ausländischen Fachkräfte: 48 Prozent der Betriebe schätzen diese höher ein als bei deutschen Mitarbeitern.

 

Einrichtungen im Nachteil !

Die Deutsche Expertengruppe Dementenbetreuung (DED) weist darauf hin, dass einige Menschen mit Demenz durch das PSG 2 schlechter gestellt werden. Betroffen seien Menschen mit gut erhaltener Mobilität und besonders ausgeprägtem

herausforderndem Verhalten.

Diese Personengruppe erhielt bisher oft die Pflegestufe 3, aber nach dem neuen System nicht den Pflegegrad 5. Diese Menschen hätten einen sehr hohen Pflege- und Betreuungsbedarf, zeigten aber in mehreren Modulen des neuen Pflegebedürtigkeitsbegriffs Restfähigkeiten, so die DED. Das führe dazu, dass sie nicht entsprechend ihres Bedarfs in Pflegegrad 5 eingestuft werden können.

Unter Druck geraten werden nach Ansicht der Experten vor allem spezialisierte Einrichtungen, die viele dieser Personen aufnehmen. Sie müssen spätestens im nächsten Jahr mit weniger Einnahmen rechnen und hielten sich deshalb jetzt mit der Einstellung von neuen Mitarbeitern zurück. "Das Gesetz muss dringend nachgebessert werden, sagte Heike Schwab, 1. Vorsitzende der DED" "sonst" werden spezialisierte Einrichtungen für ihr Engagement bestraft und der Personalnotstand verschärft sich weiter"

<< Einigung bei der Reform der Pflegeausbildung >>

Zwischen Erleichterung, Wehmut und Bedenken schwanken die Reaktionen zum politischen Kompromiss der Reform zur Pflegeausbildung. Der Deutsche Pflegerat befürchtet, dass es durch die Öffnung der geplanten gemeinsamen Ausbildung im dritten Ausbildungsjahr bei der stationären Altenpflege weniger

Auszubildende geben wird.

Die Arbeitgeber, die sich in der Vergangenheit gegen eine generalistische Ausbildung gewandt hatten, äußerten sich erleichtert, dass es weiterhin einen eigenständigen Ausbildungszweig für Altenpflege geben wird. Der Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Pflege, Herr Friedhelm Fiedler, befürchtet allerdings, dass sich der Ausbildungsstoff künftig mehr an der Krankenpflege orientieren wird und sich deshalb weniger Hauptschüler für den Pflegeberuf entscheiden werden. Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter B. Meurer, verwies auf die noch offene organisatorische Frage. Unklar sei unter anderem, wie der Wechsel zwischen den Trägern der Ausbildung organisiert werden soll, wenn sich nach zwei Jahren eine Person für einen anderen Abschluss entscheidet.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) ist überzeugt, dass die Einigung ein wichtiger Schritt ist, den Pflegeberuf aufzuwerten. Dazu trage die Abschaffung des bisherigen Schulgeldes, eine angemessene Ausbildungsvergütung und der generalistische Berufsabschluss bei.

Auch die Union zeigte sich zufrieden. Die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Nadine Schön (CDU), sagte, mit der Reform werde eine qualitativ hochwertige Pflegeversorgung auch in Zukunft sichergestellt.

 

Der Kompromiss lautet:

 

- Die Ausbildung zur Krankenpflege wird abgeschafft und durch eine generalistische Pflegeausbildung ersetzt. Die Ausbildung zur Alten- oder Kinderkrankpflege bleibt erhalten und wird in Form einer zweijährigen generalistischen Ausbildung und einem Jahr der separaten Ausbildung fortentwickelt. Der Abschluss lautet "Altenpfleger/in" und "Kinderkrankenpfleger/in"

 

- Die Auszubildenden der Alten- oder Kinderkrankenpflege können nach dem zweiten Ausbildungsjahr zwischen den Abschlüssen Alten- bzw. Kinderkrankenpflege oder der Generalistik mit dem jeweiligen Schwerpunkt wählen. Die Schulen müssen - soweit die Möglichkeit nicht schulintern besteht - das Angebot durch Kooperation mit anderen Schulen sicherstellen. 

 

- Die Auszubildenden können nach dem zweiten Ausbildungsjahr den Abschluss zur Pflegeassistenz absolvieren.

 

- Die Finanzierung aller Ausbildungswege erfolgt unterschiedslos über einen gemeinsamen Ausbildungsfond.

Auszubildende müssen kein Schulgeld mehr zahlen.

 

 

 

 

 

Aktuelles

Sie haben Fragen?

Wir helfen gerne weiter

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

+49 9761 39650

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular.